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Γ1

Der Artikel: generische, abstrakte und nominalisierende Referenz

Über „ο, η, το“ hinaus: der griechische Artikel für ganze Klassen, abstrakte Begriffe und zur Substantivierung von allem.

Generische Referenz

Für eine ganze Klasse setzt das Griechische den bestimmten Artikel, wo das Deutsche ihn weglässt. «Ο άνθρωπος είναι κοινωνικό ον» meint nicht einen Menschen, sondern die Gattung.

  • Ο άνθρωπος είναι κοινωνικό ον.Der Mensch ist ein soziales Wesen.
  • Το ελαιόλαδο κάνει καλό στην καρδιά.Olivenöl ist gut für das Herz.

Abstrakta und Eigennamen

Abstrakta bekommen den Artikel: η ελευθερία, η δικαιοσύνη. Ebenso Eigennamen, auch Vornamen in der gesprochenen Sprache: «Είδα τη Μαρία». Länder und Flüsse behalten ihn — η Ελλάδα, ο Δούναβης — die meisten Städtenamen dagegen nicht.

  • Η ελευθερία δεν χαρίζεται.Freiheit wird nicht geschenkt.
  • Ο Παπαδόπουλος ζήτησε τον λόγο.Papadopoulos bat ums Wort.

Der Artikel als Nomen-Fabrik

Hier geht das Griechische über die meisten europäischen Sprachen hinaus: der neutrale Artikel substantiviert alles — ein Adjektiv (το ωραίο), einen Ersatzinfinitiv (το να διαβάζεις), einen ganzen Satz (το ότι ήρθε), sogar ein Zitat (το «δεν ξέρω» του). Akademische Prosa ist voll davon.

  • Το να παραδέχεσαι ένα λάθος θέλει θάρρος.Einen Fehler zuzugeben erfordert Mut.
  • Το ότι άργησε δεν δικαιολογεί τη στάση του.Dass er zu spät kam, entschuldigt seine Haltung nicht.
  • Οι πλούσιοι και οι φτωχοί ζουν σε δύο πόλεις.Die Reichen und die Armen leben in zwei Städten.

Wenn der Artikel wegfällt

Das Fehlen bedeutet so viel wie die Setzung. Kein Artikel in Schlagzeilen und auf Schildern («Πυρκαγιά στην Εύβοια»), nach ως/σαν in einer Rolle («εργάζεται ως δάσκαλος») und meist im Prädikativ: «Είναι γιατρός» — «Είναι ο γιατρός» meint dagegen einen bestimmten Arzt.

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